Errichtung einer Zaunanlage zum Schutz der Wildtierstation

Errichtung einer Zaunanlage zum Schutz der Wildtierstation

Errichtung einer Zaunanlage zum Schutz der Wildtierstation

Seit etwa 20 Jahren befindet sich die Station bereits in Rastede an der Parkstraße. Als Einfriedung zum öffentlichen Raum diente ein Flatterband. Was ursprünglich als Provisorium gedacht war, hatte sich im Laufe der Zeit verfestigt. Leider mussten wir die Erfahrung machen, dass diese Art der Abgrenzung ein Sicherheitsrisiko – vor allem für die bei uns beherbergten Tiere – bedeutet. So kam es zu unbefugten Zutritten auf unser Gelände! Dank maßgeblicher Unterstützung durch die Landessparkasse zu Oldenburg konnten wir endlich eine angemessene Einfriedung errichten. Wir bedanken uns daher ganz herzlich bei der LzO!
Zaunanlage der Wildtierauffangstation Rastede
Zaunanlage der Wildtierauffangstation
Wiedehopf, Vogel des Jahres 2022

Wiedehopf, Vogel des Jahres 2022

Darf ich mich vorstellen?

Wiedehopf, Vogel des Jahres 2022

Der Wiedehopf „Upupa epops“ ist ein charismatischer und auffälliger Sympathieträger. Mit seinem bunten Gefieder und der Federhaube hat er die Wahl zum Vogel des Jahres beim NABU gewonnen und 31,9 Prozent des Wahlvolks von sich überzeugt. Er steht gleichzeitig aber auch für drängende Probleme im Naturschutz, die wir ansprechen und angehen müssen.

Der Wiedehopf mag halboffene bis offene und trockene Lebensräume mit lockerer Vegetation. Dazu zählen Heidelandschaften, Trockenhänge mit Steinhaufen, ebenso wie Streuobstwiesen oder extensive Weiden. Truppenübungsplätze und Bergbaufolgelandschaften sind wichtige Ersatzlebensräume geworden. Vor allem in der Kulturlandschaft im Norden und Westen wird viel mit Gülle gedüngt. Hier fehlen vegetationsarme Lebensräume, deswegen ist auch unsere hiesige Region leider kein Lebensraum für den Wiedehopf.

Der anhaltende Schwund großer Insekten durch intensive Bodenbewirtschaftung, Pestizid und Düngemitteleinsatz und der Verlust artenreicher Trockenrasen und Heiden durch Luftstickstoff sind die wichtigsten Faktoren. Doch auch der Erhalt von Höhlenbäumen, Steinhaufen und Streuobstwiesen ist wesentlich, damit wir den nicht einmal eintausend Brutpaaren ein Überleben ermöglichen können. Durch Klimaveränderungen kommt es zwar zu einer zunehmenden Ausbreitung des Wiedehopfs in den letzten Jahrzehnten, selbst in Ostfriesland gibt es Ansiedlungsversuche. Nichtsdestotrotz gibt es in etwa der Hälfte der Bundesländer kaum oder keine Wiedehopf-Vorkommen. Dies macht es nicht einfach, dem Wiedehopf zu helfen.

Darf ich mich in einer Präsentation von Franz-Otto Müller am 19.05.2022 in der Wildtierauffangstation in Rastede, Parkstraße 154, um 19.30 Uhr vorstellen?

Eintrittspreis als Spende für die Station 5,00 Euro.

Der Stationsleiter und seine KollegInnen würden sich über Ihren Besuch freuen.

Auswilderung Seeadler

Auswilderung Seeadler

Auswilderung Seeadler

Im Frühjahr dieses Jahres gelangte ein männlicher geschlechtsreifer Seeadler mit schweren Verletzungen in die Wildtierauffangstation. Vermutlich nach einem Revierkampf war eine Schwinge mehrfach kompliziert gebrochen und musste in einer aufwändigen Operation genagelt und geschient werden. Die intensive Betreuung führte zum Erfolg. Nach vielen Aufbau- und Trainingsstunden konnte die Funktionalität wieder vollständig hergestellt werden. Am 24. November war es dann soweit: der Seeadler wurde vom Stationsleiter im Deichvorland bei Dangast ausgewildert.
Da der Vogel mit einem GPS-Sender ausgerüstet wurde, kann nun verfolgt werden, dass er sich offensichtlich in der Region ein Revier sucht (siehe Bewegungsprofil der ersten Tage).

Projekt 12 x 300

Projekt „12 x 300″

Sicherung von Arbeitsplätzen in der Wildtierauffangstation

Wir starten zur Erhaltung der Arbeitsplätze in der Wildtierauffangstation ein neues Projekt „12 x 300“. Einigen ist dieses Projekt noch bekannt aus der Förderung von Ausbildungsplätzen. Dieses Mal möchten wir Sie um Unterstützung für die für uns sehr wichtige Erhaltung von Arbeitsplätzen bitten, um die Pflege unserer kranken und verletzten Wildtiere zu gewährleisten.

Wir finanzieren uns durch Mitgliederbeiträge, Spenden und diversen Zuschüssen. Da diese Beträge immer variieren, würden wir gerne durch das Projekt „12 x 300“ die Zahlung der Gehälter sicherstellen. Das Projekt basiert auf der Idee, dass durch eine jährliche Unterstützung in Höhe von 300,00 € von mindestens 12 Förderern über einen Zeitraum von drei Jahren ein Teil der Gesamtkosten von Gehalt und Nebenkosten aufgefangen wird.

Wenn Sie bereit sind, die Arbeit im Natur- und Umweltschutz durch Ihre Förderung zu unterstützen, freuen wir uns über eine kurze Nachricht (verein@wildtierstation-rastede.de) Sie würden anschließend von uns den Entwurf einer Vereinbarung erhalten, um die Förderung formal abzusichern. Da der Verein als gemeinnützig anerkannt ist, können Ihre Spenden von der Steuer in Abzug gebracht werden.

Baumfällarbeiten in der Brut- und Setzzeit

Baumfällarbeiten in der Brut- und Setzzeit

Baumfällarbeiten in der Brut- und Setzzeit

Diese 5 kleinen Eichhörnchen sind heute Nachmittag zu uns gekommen. Sie sind bei Baumfällarbeiten mit ihrem Kobel abgestürzt und von der Mutter nicht wieder angenommen worden.
Leute, lasst die Bäume zumindest wärend der Brut- und Setzzeit wo sie sind! Und wenn es schon sein muss, dann sucht die Bäume VORHER nach Nestern und Kobeln ab!Bitte auch außerhalb der Setzzeit, denn Tiere richten sich nicht nach dem Kalender.

Zwar haben Eichhörnchen in Menschenhand eine recht gute Überlebenschance, dennoch ist und bleibt die natürliche Aufzucht die beste, zumal jetzt auch die Mutter auf ihrer Milch sitzen bleibt und im schlimmsten Fall durch eine Infektion durch den Milchstau sterben kann.

…und das alles nur aufgrund von menschlicher Unachtsamkeit.

Einjähriges Seeadlerweibchen mit Vergiftungserscheinungen

Einjähriges Seeadlerweibchen mit Vergiftungserscheinungen

Einjähriges Seeadlerweibchen mit Vergiftungserscheinungen

Dieses einjährige Seeadlerweibchen wurde uns am 08. März mit Vergiftungserscheinungen eingeliefert. Er hatte verkrampfte Beine und konnte sich kaum bewegen, sein Kropf war jedoch gut gefüllt.

Die ganze Geschichte mit vielen Bildern gibt es hier.

 

Dieser einjährige Seeadler wurde uns am Mittwochabend (08. März) mit Vergiftungserscheinungen eingeliefert. Er hatte verkrampfte Beine und konnte sich kaum bewegen, sein Kropf war jedoch gut gefüllt. Daher der dringende Verdacht, dass er einen Giftköder o.ä. gefressen hat, denn ein kranker Vogel würde nicht mehr fressen und hätte dementsprechend keinen gefüllten Kropf.

Er wurde, so schnell es uns möglich war, mit entsprechenden Medikamenten versorgt und hat sich glücklicherweise sehr schnell erholt. Die ersten zwei Tage sah es schlecht aus, aber dann wurde sein Zustand zusehends besser und er konnte bereits am Freitag in eine der Greifvogelkammern umziehen, in der er kurze Zeit später gut rumgeflogen ist und eindeutig rauswollte. Am Dienstag den 14. März war es dann schon soweit und er wurde in einem geeigneten Naturschutzgebiet mit gutem Futterangebot wieder freigelassen.

Vorher haben wir noch eine Federprobe genommen um das Geschlecht bestimmen zu lassen. Es handelt sich um ein junges Weibchen.
Sie wurde am 18.05.2016 am Langsee in Schleswig beringt und trägt den Ablesering W2 11. Wir hoffen, dass die junge Dame ihr Leben in der Natur ab jetzt ohne weitere Zwischenfälle meistert.

 

  • 8.März: Einlieferung (Krampfanfälle, gut genährt, gefüllter Kropf)
  • 09.03.17 Medikamentengabe
    (Vitamin B-Spritze zur Anregung des Stoffwechsels)
  • 09.03.17 Medikamentengabe
    (Futterbrei mit Kohletaletten, um Gift zu binden und AVP zur Stress Reduktion)
  • 10.03.17 Umzug in die Greifvogelkammer
  • 13.03.17 wieder fit und gut am fliegen
  • 14.03.16 Tag der Auswilderung
    (Eine letzte Sondenfütterung als „Wegproviant“)
  • 14.03.17 Tag der Auswilderung
    (Federn gezogen zur Geschlechtsbestimmung per DNA-Analyse; Ergebnis=Weibchen)
  • 14.03.17 Tag der Auswilderung
    Glücklicher Chef 
  • 14.03.17 Tag der Auswilderung
    Am Auswilderungsort
  • 14.03.17 Tag der Auswilderung
    Und Tschüss…